Wenn dein Kind schreit und tobt: Die Ursache liegt nicht in seinem Charakter, sondern im Nervensystem – und wie deine Erziehung damit zusammenhängt.

ALLE, LIFESTYLE, MIND & SOUL | Matilda Jelcic

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Liebe Mami, fühlst du dich auch manchmal, als würdest du ein fremdes Kind erziehen?

Die Wutanfälle, das ständige Schreien, die Aggressivität – du hast schon alles versucht. Erziehungsratgeber, Belohnungssysteme, Konsequenzen. Aber nichts hilft wirklich. Die Schulmedizin spricht von ADHS oder anderen Diagnosen, die dir das Gefühl geben, dass etwas mit deinem Kind nicht stimmt. Doch was, wenn das alles nur die Spitze des Eisbergs ist?

Was, wenn das Verhalten deines Kindes gar nicht dein Versagen ist, sondern ein Ruf nach Hilfe? Ein SOS-Signal seines kleinen Nervensystems, das in einem Überlebensmodus feststeckt?

In diesem Artikel erfährst du, warum Schreien und Wutanfälle oft keine „Machtkämpfe“ sind, sondern Symptome eines überforderten autonomen Nervensystems. Ich zeige dir, das Bindungs- und Entwicklungstraumata die Ursache sein können und warum die Lösung nicht in strengerer Erziehung, sondern bei deiner eigenen Regulation ansetzt, dann in der Co-Regulation liegt. Du wirst verstehen, warum Begriffe wie ADS und ADHS oft nur eine Symptombeschreibung sind und wie du die wahren Wurzeln der Probleme deines Kindes anpacken kannst.

Warum Erziehungsratgeber oft scheitern

Eltern von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten suchen oft verzweifelt nach Antworten. Die Suche nach „Wutanfälle Kind Ursache“, „Kleinkind aggressiv warum“ oder „ADHS Kind Erziehung“ füllt unzählige Suchleisten. Doch die gängigen Ratschläge – „Sei konsequent!“, „Das sind nur Trotzphasen!“ – übersehen etwas Entscheidendes: Die tiefgreifenden Mechanismen im Körper und im Gehirn deines Kindes.

Ein Kind, das schreit oder tobt, ist nicht böswillig. Es ist überfordert. Sein autonomes Nervensystem – der Teil, der über Kampf, Flucht oder Erstarrung entscheidet – ist in Alarmbereitschaft. Und das hat meist einen Grund, der tiefer liegt als der Wunsch nach dem fünften Gummibärchen.

Vom Trauma, das niemand sieht: Wie prägt sich das Nervensystem?

Viele glauben, ein Trauma sei nur ein großes, dramatisches Ereignis wie ein Unfall oder eine Naturkatastrophe. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Oft sind es die scheinbar kleinen, wiederkehrenden Ereignisse, die ein Entwicklungstrauma auslösen:

  • Wenn das Baby schreit und niemand kommt.
  • Wenn die Bedürfnisse des Kleinkindes chronisch übersehen werden.
  • Wenn die Eltern selbst im Überlebensmodus feststecken und nicht feinfühlig reagieren können.

Besonders in den ersten 6-7 Lebensjahren bildet sich das Nervensystem deines Kindes aus. Jede Erfahrung, jede Reaktion deinerseits, prägt, ob es sich später sicher oder unsicher in der Welt fühlen wird. Die Art, wie wir auf die Signale unserer Kinder reagieren, wird zum Bauplan ihres Nervensystems.

ADS, ADHS & Co.: Nur ein Symptom, keine Ursache

Die Schulmedizin behandelt Symptome. Ein Kind, das sich nicht konzentrieren kann oder unruhig ist, bekommt eine Diagnose wie ADS oder ADHS. Oft folgt die Empfehlung für Medikamente, die das Nervensystem dämpfen. Doch das ist, als würde man die Kontrollleuchte im Auto überkleben, anstatt den Motor zu reparieren.

Tatsächlich zeigen neurobiologische Erkenntnisse, dass Verhaltensweisen, die wir als ADS oder ADHS bezeichnen, oft Reaktionen eines überreizten oder unregulierten Nervensystems sind. Der Körper des Kindes sucht ständig nach Regulation, findet sie aber nicht. Er ist innerlich in Bewegung (Kampf/Flucht) oder zieht sich zurück (Erstarrung). Die Lösung liegt also nicht in einer chemischen Dämpfung, sondern in der Heilung der Ursache: der Neu-Regulation des Nervensystems.

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Die Lösung liegt in dir: Co-Regulation ist der Schlüssel

Dein Kind lernt Regulation nicht durch Strenge, sondern durch Co-Regulation. Das bedeutet, es braucht einen sicheren Hafen – dich. Du bist die emotionale Basis, von der aus es lernt, seine eigenen Gefühle zu steuern und zu er-leben.

Dafür ist es entscheidend, dass du zuerst dein eigenes Nervensystem regulierst. Wenn du innerlich ruhig bist, kann dein Kind sich an deiner Ruhe „andocken“. Du zeigst ihm, wie man mit starken Emotionen umgeht. Das ist Neuroembodiment in Aktion: Dein Körper wird zum Vorbild.

Die Heilung der Entwicklungstraumata deines Kindes beginnt bei dir. Es ist ein Akt der Liebe und der Verantwortung, nicht nur die Symptome deines Kindes zu sehen, sondern die tieferen Zusammenhänge zu verstehen und bei dir selbst anzusetzen.

Willst du die Verhaltensweisen deines Kindes endlich verstehen,

dein eigenes Nervensystem regulieren und eine sichere Bindung aufbauen, die dein Kind für ein Leben lang stärkt?

Dann ist der „Thänx Trauma“ Kurs der nächste logische Schritt für dich. In diesem Kurs lernst du, was Trauma wirklich ist, wie es entsteht, dass es nicht dein Feind ist und wie du es in Heilung bringen kannst. Ich liebe die Kurse von Anna-Maria Reifschläger und kann sie von Herzen empfehlen.

Fazit: Es ist an der Zeit für einen neuen Weg.

Das Verhalten deines Kindes ist kein Defekt. Es ist eine Botschaft. Indem du die Sprache seines Nervensystems lernst, kannst du die tieferen Ursachen hinter dem Schreien, Toben oder der Unruhe verstehen. Du kannst die Kreisläufe von transgenerationalem Trauma und dysfunktionalen Prägungen durchbrechen und deinem Kind einen anderen Weg ermöglichen. Einen Weg, der nicht von Konsequenzen, sondern von Verbindung geprägt ist.

Es ist Zeit, die alte Sichtweise abzulegen und die wahre Ursache zu heilen.

Disclaimer

Die Inhalte auf diesem Blog dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie stellen keine medizinische, psychotherapeutische oder sonstige professionelle Gesundheitsberatung dar und ersetzen keinesfalls den Besuch bei einer Ärztin, Heilpraktikerin oder Therapeutin.

Alle Empfehlungen basieren auf persönlicher Erfahrung, ganzheitlichem Wissen und sorgfältiger Recherche. Für die individuelle Wirksamkeit übernehme ich keine Garantie. Bitte konsultiere bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer eine fachkundige Ansprechperson.

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