Du bist müde, obwohl du acht Stunden geschlafen hast, oder du liegst um drei Uhr nachts wach, während dein Kopf schon mal die Wochenplanung startet.
Im Meeting fehlt dir plötzlich ein Wort, das du seit 20 Jahren benutzt. Es liegt dir auf der Zunge, und da bleibt es dann meistens auch.
Du denkst an alles: Elternabend, Arzttermin deiner Mutter, Geburtstagsgeschenk, Klopapier. Du bist quasi die unbezahlte Projektleitung deiner Familie.
Du sagst Ja, meinst Nein und ärgerst dich hinterher über dich selbst.
Manchmal sitzt du im Büro und denkst: So will ich die nächsten 20 Jahre nicht weitermachen.
Seit wann bin ich so dünnhäutig, und wo ist eigentlich meine Energie hin? Bestimmt nur der Stress, das Wetter oder der Vollmond. Wechseljahre? Doch nicht jetzt schon.
Ehrlich gesagt hat dein Körper ab 40 ein paar neue Spielregeln eingeführt, nur hat dir keiner das Regelheft gegeben. Stell dir dein Leben wie ein Handy vor, auf dem im Hintergrund 37 Apps laufen. Du kannst den Bildschirm so hübsch sortieren, wie du willst, um 14 Uhr ist der Akku trotzdem bei drei Prozent, und noch ein Kaffee schließt keine einzige davon.