Vielleicht kennst du das Gefühl, morgens im Badezimmer zu stehen und von 15 verschiedenen Fläschchen, Tuben und Tiegeln angestarrt zu werden, ohne wirklich zu wissen, was davon überhaupt nötig ist? Du bist damit nicht alleine. Die durchschnittliche Frau verwendet täglich sieben bis zwölf verschiedene Kosmetikprodukte und jedes einzelne davon hat eine Zutatenliste, die sich liest wie eine Liste im Chemieunterricht.
Genau das kann ein Problem sein, besonders wenn du dich in einer Lebensphase befindest, in der dein Hormonsystem ohnehin sehr sensibel ist.
Mit Anfang 40 verändert sich für viele Frauen einiges. Der Zyklus wird unregelmäßiger, die Haut reagiert empfindlicher, die Energie schwankt. Was du auf deine Haut aufträgst, gehört da mit ins Bild. Gleichzeitig produzieren wir damit jede Menge Plastikmüll und chemischen Abfall, der irgendwo in der Umwelt landet.
Höchste Zeit also, die eigene Pflegeroutine zu hinterfragen.
Hormonell wirksame Stoffe in Kosmetik: Was in konventioneller Pflege steckt
Viele herkömmliche Pflegeprodukte enthalten sogenannte endokrine Disruptoren. Das klingt technisch, ist aber einfach erklärt: Das sind Stoffe, die sich in deinem Körper wie Hormone verhalten oder dein natürliches Hormonsystem stören können, ohne dass du es merkst. Dazu gehören Parabene (synthetische Konservierungsstoffe), bestimmte UV-Filter, synthetische Duftstoffe und Weichmacher aus Kunststoffverpackungen.
Eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation Global 2000 hat ergeben, dass rund 21 Prozent der untersuchten Bodylotions hormonell wirksame Chemikalien enthalten. Das soll dir jetzt keine Angst machen, es lohnt sich aber, genauer hinzusehen.
Wenn du dich also ohnehin gerade mit Hormonbalance beschäftigst, ob wegen Perimenopause (die Phase der Wechseljahre, die schon Mitte 30 beginnen kann), PMS, PCOS, Endometriose oder einfach einem allgemeinen Erschöpfungsgefühl, dann ist die Frage, was du täglich auf deine Haut aufträgst, absolut ein Teil der Gleichung. Deine Haut ist schließlich kein undurchlässiges Schutzschild, sondern ein hochaktives Organ, das aufnimmt, was es berührt.
Skinimalism: Der Beauty-Trend, der eigentlich eine Rückbesinnung ist
In der Beautybranche kursiert gerade der Begriff Skinimalism, zusammengesetzt aus dem englischen „skin“ (Haut) und „minimalism“. Die Idee dahinter ist so simpel wie überzeugend: Weniger Produkte, gezielt ausgewählt, dafür in echter Qualität. Keine 12-Step-Routine, keine endlose Schicht verschiedener Wirkstoffe, keine fünf verschiedenen Seren für ein und dieselbe Hautstelle.
Was vielleicht im ersten Moment nach Verzicht klingt, tut der Haut gut, denn zu viele Inhaltsstoffe auf einmal können die Hautbarriere stören, Reizungen auslösen und die Haut langfristig empfindlicher machen. Wer auf wenige, hochwertige Naturprodukte setzt, gibt der Haut die Möglichkeit, ihr natürliches Gleichgewicht zu finden.
Auch für den Planeten rechnet sich das, weil das weniger Produkte, Verpackung, Produktion und weniger synthetische Inhaltsstoffe in der Umwelt bedeutet. Dein Nervensystem dankt es dir außerdem, wenn der Morgen weniger Entscheidungen verlangt und du stattdessen mit einem einfachen, bewussten Ritual in den Tag startest.
Natürliche Kosmetik erkennen: Siegel, Zutatenliste und Transparenz
Nicht alles, was sich „natürlich“ nennt, ist es auch. Greenwashing, also das Vermarkten von Produkten als umweltfreundlich ohne echten Nachweis, ist in der Beautybranche weit verbreitet. Begriffe wie „natural“, „bio“ oder „grün“ sind auf Kosmetikprodukten rechtlich nicht geschützt. Deshalb lohnt es sich, auf echte Zertifizierungen zu achten.
Unabhängige Siegel wie COSMOS oder NATRUE geben dir eine schnelle Orientierung, denn zertifizierte Naturkosmetik verzichtet unter anderem auf synthetische Duftstoffe, Parabene, Mineralöle und Silikone. Eine Zertifizierung kostet Hersteller allerdings Prüf- und Lizenzgebühren und nicht jede Marke mit sauberen Rezepturen geht diesen Weg.
Mindestens genauso aussagekräftig ist deshalb der Blick auf die Zutatenliste (INCI). Je kürzer sie ist und je mehr pflanzliche Namen ganz vorne stehen, desto besser. Stolpersteine erkennst du an Endungen wie „-paraben“, „-cone“ oder „-siloxane“ und an „Paraffinum Liquidum“ (Mineralöl). Eine Marke, die ihre Inhaltsstoffe offenlegt und erklärt, bietet dir genau die Transparenz, die du für eine hormonfreundliche Pflege brauchst.

Hautpflege ab 40: Was deine Haut in der Perimenopause wirklich braucht
Die häufigste Veränderung, die Frauen in der Perimenopause an ihrer Haut bemerken, ist Trockenheit. Der sinkende Östrogenspiegel reduziert die körpereigene Kollagenproduktion und die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden. Gleichzeitig reagiert die Haut sensibler auf Inhaltsstoffe, die sie vorher problemlos vertragen hat.
Was jetzt hilft, ist keine komplizierte Routine, sondern richtige Basispflege: reinigen, nähren, schützen. Reine Pflanzenöle sind dabei sehr effektiv, weil sie Fettsäuren liefern, die die Hautbarriere unterstützen, ohne hormonell wirksame Zusatzstoffe einzuschleusen. Arganöl ist reich an Vitamin E und eignet sich für Gesicht, Körper und Haarspitzen. Hagebutten- oder Wildrosenöl ist ein Klassiker für reife, trockene Haut, weil es viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält. Jojobaöl ähnelt dem hauteigenen Talg und beschwert deshalb auch Mischhaut nicht. Wenn du eine sanfte Alternative zu Retinol suchst, lohnt sich ein Blick auf Bakuchiol, einen gut verträglichen Pflanzenwirkstoff.
Ein einziges, gut gewähltes Öl kann mehrere Produkte aus deinem Bad ersetzen, von der Nachtpflege über trockene Ellbogen bis zu den Haarspitzen.
Meine Empfehlung für vegane Naturkosmetik: 100% Pure und benecos
Ich habe nach Marken gesucht, die das Wort „natürlich“ nicht nur im Marketing verwenden, sondern es auch einlösen. Bei 100% Pure bekommst du von der Gesichts- und Körperpflege bis zum Make-up fast alles aus einer Hand. benecos von cosmondial ergänzt das als zertifizierte und preiswertere Alternative.
1. 100% Pure
Die Marke aus Kalifornien verzichtet auf synthetische Duftstoffe, Parabene und Füllstoffe. Als Basis dienen Pflanzenwässer wie Aloe-Saft, fermentiertes Reiswasser oder Tee, Düfte kommen aus ätherischen Ölen und das Make-up wird mit Pigmenten aus Obst, Gemüse und Tee gefärbt. Alle Produkte sind vegan (oder vegetarisch, wenn Honig enthalten ist) und werden ohne Tierversuche entwickelt. Ein offizielles Naturkosmetik-Siegel trägt 100% Pure nicht, listet aber zu jedem Produkt die Inhaltsstoffe auf.
Für eine minimalistische Routine passen zum Beispiel das Bio-Arganöl, das kaltgepresste Bio-Hagebuttenöl, der Intensive Nourishing Balm für trockene Stellen oder die Bakuchiol-Pflege. Beim Make-up findest du Lippenstifte, Mascara und Paletten mit Fruchtpigmenten.
Alle Produkte findest du hier: 100% Pure Sortiment ansehen*
2. benecos von cosmondial
benecos steht seit 2010 für die „Demokratisierung der Naturkosmetik“, also hochwertige, zertifizierte Natur- und Biokosmetik, die bewusst erschwinglich bleibt. Das familiengeführte Unternehmen sitzt in Sulzbach am Main, trägt das COSMOS NATURAL oder COSMOS ORGANIC Siegel und produziert ohne Tierversuche. Rund 80 Prozent des Sortiments sind vegan.
Für Skinimalism besonders spannend sind die benecosBIO Öle mit COSMOS ORGANIC Siegel. Sie enthalten meist nur ein einziges Bio-Öl und kommen in der Glasflasche, etwa Wildrosen-, Argan- oder Granatapfelöl fürs Gesicht und Jojoba-, Mandel- oder Avocadoöl für Körper und Haare. Wenn du dir bei der Auswahl unsicher bist, hilft dir die Hautpflege- und Make-up-Analyse von cosmondial weiter.
Alle benecos Produkte und die Beauty-Analyse findest du hier: benecos Sortiment ansehen*
Hinweis:
Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich zur allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische oder dermatologische Beratung. Bei Hautproblemen oder hormonellen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt deines Vertrauens.
*Einige Links in meinen Beiträgen sind sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet, wenn du über diesen Link einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis natürlich unverändert. Mit deinem Einkauf unterstützt du meine Arbeit und hilfst mir, weiterhin wertvolle Inhalte für dich bereitzustellen. Dafür ein herzliches Dankeschön ♥︎

