Deine Atmung: Der Schlüssel zu mehr Ruhe, Energie und Gesundheit

ALLE, BODY, MIND & SOUL | Matilda Jelcic

Fühlst du dich oft gestresst, getrieben und kannst abends nur schwer abschalten? Hast du das Gefühl, dass dein Gedankenkarussell nie zur Ruhe kommt und dein Körper ständig auf Hochtouren läuft? Vielleicht leidest du unter Kopfschmerzen, Verspannungen oder hast Schwierigkeiten beim Einschlafen. Was wäre, wenn ich dir sage, dass die Ursache für viele dieser Beschwerden in etwas liegt, das du 24.000 Mal am Tag tust, ohne es bewusst wahrzunehmen?

Deine Atmung ist die Brücke zwischen deinem bewussten und unbewussten Sein. Sie ist nicht nur der Motor für dein Leben, sondern auch das mächtigste Werkzeug, um dein Nervensystem zu beruhigen und deine Gesundheit von Grund auf zu stärken. In diesem Artikel tauchen wir gemeinsam in die Welt der bewussten Atmung ein und entdecken, wie du mit einfachen, aber wirkungsvollen Techniken wieder zu mehr Balance, innerer Ruhe und echter Lebenskraft findest.

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Dein autonomes Nervensystem: Sympathikus vs. Parasympathikus verstehen

Um die Kraft deiner Atmung zu verstehen, müssen wir zunächst einen Blick auf dein autonomes Nervensystem werfen. Es ist der unsichtbare Chef in deinem Körper, der alle lebenswichtigen Funktionen wie Herzschlag, Verdauung, Stoffwechsel und eben auch die Atmung steuert – ganz automatisch und unbewusst.

Es besteht im Wesentlichen aus zwei Gegenspielern, die sich ständig abwechseln:

  • Der Sympathikus (das „Gaspedal“): Er ist für Stress, Anspannung und Kampf- oder Flucht-Reaktionen zuständig. Er aktiviert deinen Körper, erhöht den Puls, beschleunigt die Atmung und stellt die Energie für Höchstleistungen bereit. Kurzfristig ist das überlebenswichtig, doch eine Daueraktivierung führt zu Erschöpfung und Burnout.
  • Der Parasympathikus (die „Bremse“): Er ist dein innerer Ruhepuls und dein Entspannungsmodus. Er beruhigt den Herzschlag, fördert die Verdauung und regeneriert deinen Körper. Die lange, tiefe Ausatmung ist dabei sein wichtigster Aktivator.

Deine Atmung beeinflusst diese beiden Systeme direkt und sofort. Atmen wir schnell und flach, schalten wir den Sympathikus ein. Atmen wir langsam und tief, aktivieren wir den Parasympathikus.

Die Zunge und Nase: Das unschlagbare Team für deine Atmung

Wusstest du, dass die Art und Weise, wie du atmest, maßgeblich von deiner Zungenruhelage und der freien Nasenatmung abhängt? Die Zunge sollte im Ruhezustand immer leicht am Gaumen anliegen – nicht am Mundboden. Dieser simple Umstand hat weitreichende Folgen: Er stabilisiert den Kiefer, fördert die korrekte Gesichtsentwicklung (besonders bei Kindern) und hilft, die Atemwege offen zu halten.

Und die Nase? Sie ist das Tor zur optimalen Atmung. Sie ist nicht nur dazu da, die Luft aufzunehmen, sondern erfüllt wichtige Aufgaben, die der Mund nicht leisten kann:

  • Filterung und Reinigung: Die Flimmerhärchen und die Schleimhaut in deiner Nase filtern Staub, Viren, Bakterien und Allergene heraus, bevor sie in deine Lunge gelangen. Das ist dein körpereigener Schutzschild.
  • Anfeuchten und Erwärmen: Deine Nase bereitet die eingeatmete Luft optimal für die Lunge vor, indem sie sie anfeuchtet und auf Körpertemperatur erwärmt. Das schont die empfindlichen Bronchien.
  • Stickstoffmonoxid-Produktion: Die Nasennebenhöhlen produzieren das Gas Stickstoffmonoxid. Dieses Gas hat eine gefäßerweiternde und antibakterielle Wirkung, die nicht nur die Sauerstoffaufnahme verbessert, sondern auch das Immunsystem stärkt.

Warum Nasenatmung im Schlaf so entscheidend ist

Gerade im Schlaf ist die Nasenatmung von elementarer Bedeutung. Wer nachts durch den Mund atmet, riskiert nicht nur störendes Schnarchen, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Folgen. Die Mundatmung während der Nacht…

  • … trocknet die Schleimhäute aus, was Infektionen begünstigt.
  • … stört die Sauerstoffversorgung des Gehirns und kann zu unruhigem Schlaf, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsproblemen führen.
  • … steht im Zusammenhang mit der Entstehung von Schlafapnoe, die mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.
  • … verhindert die Aktivierung des Parasympathikus, da die beruhigende, lange Ausatmung durch die Nase nicht stattfindet.

Die häufigsten Ursachen für Mundatmung und falsche Atemgewohnheiten

Die Umstellung von der Mund- zur Nasenatmung mag anfangs schwerfallen, weil sich falsche Atemgewohnheiten oft über Jahre eingeschlichen haben. Mögliche Ursachen dafür sind:

Blockaden in der Nase:

Allergien, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen oder eine verkrümmte Nasenscheidewand können die Nasenatmung erschweren.

Stress und Anspannung:

In Stresssituationen atmen wir automatisch schneller und flacher, oft durch den Mund, was den Kreislauf der Anspannung aufrechterhält.

Falsche Zungenruhelage:

Wenn die Zunge dauerhaft am Mundboden liegt, drückt sie den Kiefer nach unten und begünstigt das Offenhalten des Mundes.

Gewohnheit:

Bei vielen Menschen hat sich die Mundatmung einfach zur Gewohnheit verfestigt, ohne dass es eine offensichtliche körperliche Ursache gibt.

Bewegungsmangel und Haltung:

Eine schlechte Körperhaltung oder zu wenig Bewegung können die Atemmuskulatur schwächen und eine flache Brustatmung fördern.

Folgen von Mundatmung

6 praxisnahe Hilfestellungen zur Stärkung deiner Nasenatmung

Die gute Nachricht ist: Du kannst deine Atmung bewusst umlernen und dein Nervensystem aktiv beruhigen. Hier sind fünf einfache, aber kraftvolle Übungen, die du sofort in deinen Alltag integrieren kannst:

1. Die „4-6-8“-Atmung:

Setz dich bequem aber aufrecht hin, atme 4 Sekunden lang durch die Nase ein, halte den Atem für 6 Sekunden an und atme dann 8 Sekunden lang geräuschvoll durch den Mund aus. Die lange Ausatmung ist hier entscheidend, um den Parasympathikus zu aktivieren. Wiederhole das 10 Mal. Diese Technik ist ein echter Stress-Killer.

Das kann am Anfang schwer sein, die Luft 6 Sekunden zu halten, oder 8 Sekunden auszuatmen. Dann versuche es so lange wie möglich und steigere dich von mal zu mal. Wichtig ist, dass du dir bewusst die Zeit nimmst und es regelmäßig machst (z.B. abends vor dem Schlafengehen).

2. Zungenruhelage trainieren:

Übe mehrmals am Tag, die Zungenspitze sanft an den Gaumen hinter den oberen Schneidezähnen zu legen und den Rest der Zunge flach gegen den Gaumen zu drücken. Dies trainiert die Muskulatur und hilft dir, die Nase bewusst offen zu halten.

3. atem-Spaziergang:

Gehe bewusst spazieren und atme ausschließlich durch die Nase. Zähle dabei deine Schritte: z.B. 4 Schritte einatmen, 6 Schritte ausatmen. Das lenkt den Fokus auf die Atmung und reguliert sie und das Nervensystem ganz natürlich.

4. Die Bauchatmung im Liegen:

Lege dich entspannt auf den Rücken und platziere eine Hand auf deinem Bauch. Atme tief über die Nase in den Bauch ein, sodass sich die Hand hebt. Atme danach langsam wieder aus (Mund oder Nase), sodass sich die Hand senkt. Diese Übung stärkt dein Zwerchfell und ist die Grundlage für eine ruhige, funktionale Atmung.

5. Befeuchtung der Nasenschleimhaut:

Eine trockene Nasenschleimhaut kann die Nasenatmung erschweren und die Filterfunktion der Nase beeinträchtigen. Sie macht dich anfälliger für Viren und Bakterien. Eine gut befeuchtete Schleimhaut hingegen hält die Atemwege offen und schützt deine Lunge besser. Ein einfacher, effektiver Weg, um dies zu unterstützen, ist die tägliche Pflege. Dafür ist ein natürlicher Balsam eine hervorragende Wahl.

Empfehlung: Bei trockener Haut und Problemen mit den Schleimhäuten empfehle ich den Balsam BELLA MUSCOSA. Seine sanfte, natürliche Rezeptur mit pflanzlichen Biowachsen und -ölen sowie den wertvollen Extrakten von Traubensilberkerze, Aloe Vera und Madonnenlilie pflegt und beruhigt trockene Partien. Er eignet sich ideal zur Anwendung an den Augenlidern, in der Nase, an den Ohren und im Intimbereich und unterstützt so eine gesunde und freie Nasenatmung. Ich benutze sie täglich.

Nasentapes für freie Atemwege:

NASENTAPES*, auch Nasenflügelpflaster genannt, sind kleine, flexible Streifen, die du einfach auf den äußeren Nasenflügel klebst. Ihre mechanische Wirkung hebt die Flügel leicht an und erweitert die Nasenöffnung. Ideal auch bei Blockaden in der Nase (wie bei mir, enge Nasenscheidewände)

Die Vorteile:
  • Verbesserte Luftzirkulation: Sie erleichtern sofort die Nasenatmung, indem sie den Atemweg physisch weiten. Das ist besonders nachts hilfreich, um eine freie Atmung zu gewährleisten und Mundatmung zu vermeiden.
  • Besserer Schlaf: Durch die erleichterte Atmung kann sich dein Schlaf verbessern, da dein Körper mehr Sauerstoff erhält und du weniger zu unruhigem Schlaf neigst.
  • Reduzierung von Schnarchen: Nasentapes können Schnarchen, das durch verengte Nasenwege verursacht wird, effektiv reduzieren und so auch die Schlafqualität deines Partners verbessern.
  • Unterstützung beim Sport: Auch beim Sport können Nasentapes die Sauerstoffaufnahme optimieren und deine Ausdauerleistung steigern.

Der nächste Schritt: Dein Nervensystem neu programmieren

Du siehst, die Macht deiner Atmung ist enorm. Sie ist der Schlüssel zu einem resilienteren Nervensystem, tieferem Schlaf und mehr Lebensenergie. Wenn du tiefer in die Materie eintauchen und dein Nervensystem besser verstehen willst, was Traum bedeutet und wie Regulation funktioniert, dann ist HUMAN BASICS* genau die richtige kostenlose Membership für dich.

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Fazit: Atme dich frei und in deine Kraft

Deine Atmung ist mehr als nur ein biologischer Vorgang – sie ist das mächtigste Werkzeug, das du hast, um dein Wohlbefinden aktiv zu steuern. Die Umstellung von der Mund- zur Nasenatmung, die Aktivierung deines Parasympathikus und das Bewusstmachen deiner Atemmuster können dein Leben nachhaltig verändern. Beginne noch heute mit kleinen, einfachen Übungen. Atme bewusst ein, spüre die Veränderung und atme dich frei von Anspannung, Stress und unruhigen Gedanken. Du hast die Kraft in dir, dein Nervensystem zu regulieren und in deine volle, weibliche Kraft zu kommen.

Disclaimer

Die Inhalte dieses Blogartikels dienen ausschließlich der Information und ersetzen keinesfalls eine professionelle Beratung durch Ärzte oder Therapeuten. Die beschriebenen Atemtechniken und Übungen sind für gesunde Personen gedacht. Bei bestehenden gesundheitlichen Problemen, chronischen Krankheiten oder in der Schwangerschaft konsultiere bitte vorab einen Arzt oder Therapeuten. Die Autorin übernimmt keine Haftung für Schäden oder Verletzungen, die durch die Anwendung der hier vorgestellten Techniken entstehen könnten.

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  1. Für mich ist bei Stress die Bauchatmung am besten. Meistens atmen wir sehr flach und gar nicht mehr in den Bauch hinein. Das bewusste Atmen, im hier und jetzt sein. Meistens atme ich abends die kalte, frische Luft am Fenster ein und mache meine Übungen. Hilft sofort, auch wenn man nicht schlafen kann.

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